
Was ist Logopädie?
Logopädie, das Wort stammt aus dem Griechischen von logos (das Wort) und paideuein (erziehen), beschäftigt sich mit der Vorsorge, der Diagnostik und der Therapie von Menschen, die durch Stimm-, Sprech-, Sprach- oder Schluckstörungen eingeschränkt sind. Diese Einschränkungen bleiben selten auf einen Bereich begrenzt. Wer schlecht verstanden wird oder Mühe beim Sprechen hat, spürt das im Beruf, in der Schule und im sozialen Miteinander.
Das Ziel der Logopädie ist klar: die Kommunikationsfähigkeit auf allen Ebenen verbessern oder, wo etwas verloren gegangen ist, wiederherstellen. Manchmal geht es darum, eine Fähigkeit überhaupt erst aufzubauen, etwa bei Kindern. Manchmal darum, nach einer Erkrankung wieder Zugang zu etwas zu finden, das selbstverständlich war.
Bevor eine Behandlung beginnt, braucht es eine ärztliche Verordnung. Wenn Ihr Arzt bei Ihnen oder Ihrem Kind einen Behandlungsbedarf feststellt, stellt er dieses Rezept aus. Mit der Verordnung in der Hand können Sie sich dann bei mir melden, telefonisch oder per Mail. Im ersten Gespräch klären wir, worum es geht und wie wir vorgehen.
Inhaltsübersicht
Wann führt man eine Logopädie durch?
Logopädische Maßnahmen richten sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Anlässe sind sehr unterschiedlich, von harmlos wirkenden Auffälligkeiten bis zu Folgen schwerer Erkrankungen. Typische Einschränkungen sind:
- Heiserkeit
- Nuscheln und undeutliche Aussprache
- Sprechangst
- Schluckstörungen
- Wortfindungsstörungen
- herabgesetztes Sprachverständnis
- Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern
- Sprech- und Sprachstörungen im neurologischen Kontext, etwa bei Morbus Parkinson, nach Schlaganfällen, bei Demenzen oder nach einem Schädel-Hirn-Trauma
Gerade bei Kindern lohnt es sich, früh hinzusehen. Was im Kindergartenalter mit der richtigen Förderung gut in den Griff zu bekommen ist, wird später oft mühsamer. Und bei neurologischen Ursachen gilt: Je früher die Therapie ansetzt, desto mehr lässt sich häufig zurückgewinnen.
Logopädie in der Stimmtherapie
Eine Stimmtherapie hat das Ziel, die Stimme zu stärken und zu kräftigen, sie belastbarer und ausdauernder zu machen. Stimmliche Beschwerden wie Heiserkeit oder ständiger Räusperzwang sollen dabei zurückgehen. Das betrifft besonders Menschen, die viel sprechen müssen und merken, dass die Stimme abends versagt oder kratzig wird.
Die Behandlung setzt nicht nur an der Stimme selbst an, sondern am ganzen System, das sie trägt. Wir arbeiten mit:
- der Haltung
- dem Körpertonus
- der Atmung
- der Artikulation
- der Stimmgebung
- der Persönlichkeit
Der letzte Punkt überrascht viele, ist aber zentral. Wie jemand klingt, hängt eng damit zusammen, wie er steht, atmet und auftritt. Eine verspannte Haltung oder eine flache Atmung schlägt direkt auf die Stimme durch. Deshalb betrachten wir nie nur den Klang isoliert.
Logopädie in der Sprechtherapie
Die Sprechtherapie verfolgt das Ziel, Probleme bei der Lautbildung zu verbessern und an einer korrekten Aussprache zu arbeiten. Das betrifft Kinder, die einzelne Laute noch nicht sauber bilden, genauso wie Erwachsene, deren Aussprache aus verschiedenen Gründen undeutlich geworden ist. Die Behandlung befasst sich mit:
- der Artikulation
- der Sprechgeschwindigkeit
- der Atmung
- der Koordination aller am Sprechen beteiligten Organe
Sprechen ist ein erstaunlich komplexer Vorgang. Lippen, Zunge, Gaumen, Stimmlippen und Atmung müssen exakt zusammenspielen, und das in Sekundenbruchteilen. Wenn an einer Stelle etwas hakt, hört man das im ganzen Sprechfluss. In der Therapie bringen wir diese Bausteine wieder in Einklang.
Logopädie in der Sprachtherapie
Die Sprachtherapie hat das Ziel, Probleme im Sprachgebrauch, in der Sprachentwicklung und im Sprachverständnis zu beseitigen. Bei Erwachsenen treten solche Probleme meist nach neurologischen Ereignissen auf, etwa nach einem Schädel-Hirn-Trauma, einem Schlaganfall oder bei einem Hirntumor, also nach abgeschlossenem Spracherwerb. Bei Kindern geht es dagegen darum, Störungen in der Sprachentwicklung gezielt zu fördern, bevor sie sich verfestigen.
Die Behandlung befasst sich mit:
- dem Aufbau und der Verbesserung des Sprachverständnisses
- dem Aufbau von Kommunikationsstrategien
- dem Abbau von Wortfindungsstörungen
- der Anbahnung und Verbesserung sprachlicher Äußerungen
- dem Aufbau des Wortschatzes
Wichtig ist hier der Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen. Beim Kind begleiten wir einen Entwicklungsprozess, der noch im Gange ist. Beim Erwachsenen helfen wir, etwas zurückzugewinnen, das nach einer Erkrankung verloren gegangen ist. Beide Wege brauchen Geduld, und beide lohnen sich.
Logopädie in Dresden: zwei Standorte für Sie
Die Kobalz Logopädie ist in Dresden an zwei Standorten erreichbar, im Weißen Hirsch in der Stechgrundstraße 1A und in Blasewitz-Striesen in der Ludwig-Hartmann-Straße 45. So liegt für die meisten Patientinnen und Patienten einer der beiden Standorte günstig. Welcher für Sie besser passt, finden wir bei der Terminvergabe gemeinsam heraus.
Bei Fragen zur Logopädie in Dresden, zur Stimmtherapie, Sprechtherapie, Sprachtherapie oder Schlucktherapie erreichen Sie mich telefonisch oder per Mail.
Termin vereinbaren
01324 Dresden (Weißer Hirsch)
Stechgrundstraße 1A
Telefon: 0351 – 85096509
01277 Dresden (Blasewitz-Striesen)
Ludwig-Hartmann-Straße 45
Telefon: 0351 – 85091712
Mobil 0179 4123339
info@logopaedie-kobalz. de
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Häufige Fragen zur Logopädie
Was ist Logopädie?
Logopädie befasst sich mit der Vorsorge, Diagnostik und Therapie von Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schluckstörungen. Ziel ist es, die Kommunikationsfähigkeit auf allen Ebenen zu verbessern oder wiederherzustellen. Der Begriff stammt aus dem Griechischen von logos (das Wort) und paideuein (erziehen).
Wann führt man eine Logopädie durch?
Logopädie hilft Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bei Heiserkeit, Nuscheln, Sprechangst, Schluckstörungen, Wortfindungsstörungen, herabgesetztem Sprachverständnis und Sprachentwicklungsstörungen. Auch bei neurologischen Ursachen wie Morbus Parkinson, Schlaganfall, Demenz oder Schädel-Hirn-Trauma ist sie sinnvoll.
Brauche ich für eine Logopädie eine ärztliche Verordnung?
Ja. Der behandelnde Arzt stellt eine Verordnung aus, wenn bei Ihnen oder Ihrem Kind ein Behandlungsbedarf festgestellt wird. Mit diesem Rezept können Sie anschließend telefonisch oder per Mail einen Termin vereinbaren.
Was ist der Unterschied zwischen Stimmtherapie, Sprechtherapie und Sprachtherapie?
Die Stimmtherapie stärkt die Stimme und baut Beschwerden wie Heiserkeit und Räusperzwang ab. Die Sprechtherapie verbessert Lautbildung und Aussprache. Die Sprachtherapie setzt am Sprachverständnis, Sprachgebrauch und an der Sprachentwicklung an, etwa nach einem Schlaganfall oder bei kindlichen Sprachentwicklungsstörungen.
Wo finde ich die Logopädie Kobalz in Dresden?
Die Kobalz Logopädie hat zwei Standorte in Dresden: im Weißen Hirsch in der Stechgrundstraße 1A und in Blasewitz-Striesen in der Ludwig-Hartmann-Straße 45.
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